Er ist damit nach Thomas Anhuth der zweite Vertreter der IG Metall Koblenz, der an das Landesarbeitsgericht berufen wurde. Dieser ist bereits seit 2023 in dieser Funktion tätig. Beide bringen lange Jahre Erfahrung, nicht nur als ehrenamtliche Richter an den lokalen Arbeitsgerichten, mit ins Amt sondern auch Wissen aus der Tätigkeit als Betriebsratsvorsitzende und aus Funktionen der IG Metall mit ins Amt. Die Berufung ans Landesarbeitsgericht ist nicht nur eine besondere Ehre, sondern geht mit der Verantwortung einher, betriebliche Erfahrungen und die Arbeitnehmerperspektive auf dieser herausgehobenen Ebene der Rechtsprechung einzubringen.
„Die Berufung an das Landesarbeitsgericht ist eine besondere Auszeichnung. Ehrenamtliche Richterinnen und Richter bringen ihre praktische Erfahrung aus der Arbeitswelt in die Rechtsprechung ein und sorgen gemeinsam mit den Berufsrichterinnen und -richtern für eine ausgewogene und praxisnahe Urteilsfindung.“ so Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz. Die Vorschläge für die ehrenamtlichen Positionen jeweils von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite werden von den Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden eingereicht – ein Zeichen des Vertrauens und der Anerkennung.
„Ich empfinde es als große Ehre, nun auch am Landesarbeitsgericht mitwirken zu dürfen“, sagt Hubert Bonk, Betriebsratsvorsitzender bei Trivium in Weißenthurm und Mitglied des Ortsvorstands der IG Metall Koblenz: „Gerade in Zeiten des Wandels in der Arbeitswelt ist es wichtig, dass die Perspektive der Beschäftigten in die Rechtsprechung einfließt. Ich freue mich darauf, meine Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis einzubringen.“
„Die Arbeit als ehrenamtlicher Richter vor allem in der zweiten Instanz, dem Landesarbeitsgericht, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Es geht darum, fair und sachlich zu urteilen – immer mit Blick auf die Realität in den Betrieben. Im Gegensatz zu den Verfahren an den Arbeitsgerichten, werden hier, in der zweiten Instanz in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht neu verhandelt, ergänzt Thomas Anhuth, Betriebsratsvorsitzender der BOMAG in Boppard und ehrenamtlicher Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz: „Ich freue mich sehr, mit Hubert Bonk nun einen so engagierten und erfahrenen Kollegen mit an meiner Seite zu haben.“
Die Ernennung sei eine persönliche Auszeichnung, aber auch ein starkes Zeichen für die Bedeutung gewerkschaftlicher Mitwirkung auf der Ebene der Rechtsprechung und Auslegung der Gesetze, würdigt Ali Yener die Ernennung: „Die IG Metall Koblenz setzt sich seit jeher für eine starke Vertretung der Beschäftigteninteressen ein – im Betrieb, in der Gesellschaft und eben auch vor Gericht. Wir gratulieren Hubert Bonk herzlich und wünschen ihm viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe.“