umfassendes Gesamtpaket Einigung bei Novelis Koblenz: Kündigungen verhindert – Beschäftigung gesichert

Nach intensiven und teils harten Verhandlungen haben sich IG Metall, Betriebsrat und Geschäftsführung bei Novelis Koblenz auf ein umfassendes Gesamtpaket geeinigt.

Pressekonferenz Einigung bei Novelis

29. Mai 2026 29. Mai 2026


Das zentrale Ergebnis: Betriebsbedingte Beendigungskündigungen sind ausgeschlossen.

Ausgangspunkt waren wirtschaftliche Einschnitte und Pläne des Unternehmens, bei denen 197 Arbeitsplätze zur Disposition standen. Die Belegschaft reagierte geschlossen und machte deutlich, dass sie bereit ist, für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zu kämpfen.

Das nun vereinbarte Paket kombiniert einen Tarifvertrag mit einem Interessenausgleich, Sozialplan sowie mehreren Betriebsvereinbarungen. Es setzt bewusst auf Freiwilligkeit, Arbeitszeitlösungen, Qualifizierung und soziale Absicherung statt auf Kündigungen.

Starke Belegschaft – starkes Ergebnis

„Die Beschäftigten haben gezeigt, dass sie kämpfen können und dass sich das auszahlt. Ohne den Druck aus der Belegschaft wäre dieses Ergebnis nicht möglich gewesen. Kündigungen konnten wir verhindern. Das ist ein klarer Erfolg der Kolleginnen und Kollegen“, sagt Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz.

Denis Hammer, Betriebsratsvorsitzender bei Novelis Koblenz, betont: „Wir haben in den Verhandlungen deutlich gemacht, dass ein reiner Stellenabbau für uns keine Option ist. Entscheidend war, tragfähige Lösungen zu finden, die den Standort sichern und gleichzeitig die Interessen der Beschäftigten schützen.“

Sozialverträglicher Wandel statt Stellenabbau

Kern der Einigung ist der Tarifvertrag „Operational Efficiency“, der neben dem Kündigungsschutz auch Entgeltsicherung bei Veränderungen sowie Anreize für freiwillige Arbeitszeitreduzierungen vorsieht. Ergänzend ermöglichen ein Freiwilligenprogramm, neue Schichtmodelle und Altersteilzeitregelungen einen sozialverträglichen Umbau des Standorts.

Mit der Einigung wird ein klares Zeichen gesetzt: „Auch unter wirtschaftlichem Druck lassen sich gute und faire Lösungen durchsetzen, wenn die Belegschaft zusammensteht“, so Ali Yener abschließend.

Nach der Einigung am Dienstag, 26. Mai, wurde das Ergebnis am Donnerstag, 28. Mai, intern auf einer Betriebsversammlung und schließlich am 29. Mai der Öffentlichkeit im Rahmen einesPressegesprächs vorgestellt.