IG Metall Mitglieder stimmen Verhandlungsergebnis zu. Tarifergebnis bei Erlenbach in Lautert erzielt.

In der Tarifbewegung beim Maschinenbauunternehmen Erlenbach in Lautert konnte ein Tarifergebnis erzielt werden. Auf einer Mitgliederversammlung am 16. Juni 2026 haben die Mitglieder der IG Metall dem Verhandlungsergebnis zugestimmt.


18. Juni 2026 18. Juni 2026



Auf einer Mitgliederversammlung am 16. Juni 2026 haben die Mitglieder der IG Metall dem Verhandlungsergebnis zugestimmt. Der Tarifabschluss sieht eine monatliche Erhöhung der Entgelte um 110 Euro für alle Beschäftigten vor – unabhängig von der jeweiligen Entgeltgruppe und einschließlich der Auszubildenden. Die Erhöhung gilt rückwirkend ab dem 1. April 2026. Die Laufzeit des Tarifvertrags erstreckt sich bis Ende Mai 2027. Mit der vereinbarten einheitlichen Erhöhung wird eine zentrale Forderung der Beschäftigten erfüllt: untere Entgeltgruppen profitieren proportional stärker von dem Abschluss. Für die große Zahl der qualifizierten Facharbeiterinnen und Facharbeiter bei Erlenbach entspricht die Erhöhung rund 2,8 Prozent.


„Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist es ein vernünftiger Tarifabschluss in schwierigen Zeiten“, erklärt Andreas Friedrich, Mitglied der betrieblichen Tarifkommission und Betriebsratsvorsitzender bei Erlenbach. „Entscheidend für den Durchbruch in der Tarifverhandlung war die absolute, nicht prozentuale Erhöhung. Beschäftigte in unteren und höheren Entgeltgruppen zahlen den gleichen Preis an der Tankstelle oder im Supermarkt. Die gleiche Erhöhung für alle trägt dem Rechnung und zeigt zugleich die große Solidarität im Betrieb.“
Dem Tarifabschluss waren intensive Verhandlungen vorausgegangen. Nach mehreren ergebnislosen Gesprächsrunden hatten die Beschäftigten ihren Forderungen mit zwei Warnstreiks im Mai und Juni Nachdruck verliehen. In der vierten Tarifverhandlung am 11. Juni konnte schließlich der Durchbruch erzielt werden.
Die IG Metall Mitglieder bei Erlenbach hatten zu Beginn der Tarifrunde im Januar 2026 eine Forderung von 5 Prozent mehr Entgelt, mindestens jedoch 200 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten beschlossen.

„Ohne das breite Engagement und den großen Zusammenhalt unter den Beschäftigten wäre dieses Tarifergebnis nicht möglich gewesen“, betont Stefanie Majer, Verhandlungsführerin der IG Metall Koblenz. „Die Warnstreiks haben deutlich gemacht, wie entschlossen die Kolleginnen und Kollegen sind, für faire Entgelte einzustehen.“


Beim Unternehmen Erlenbach besteht seit 2014 ein Haustarifvertrag, den die Beschäftigten seither in regelmäßigen Tarifrunden weiterentwickeln.